Erlkönig Jena – Geschichte, Mythos & Natur erleben

Entdecke den Erlkönig in Jena: Geschichte, Goethe‑Mythos und Natur an der Saale. Infos, Hintergründe und Tipps für deinen Besuch.

Was ist der Erlkönig in Jena?

Der Erlkönig zählt zu den markantesten Denkmälern im Raum Jena. Die monumentale Figur verbindet auf besondere Weise die kulturelle Geschichte der Stadt mit den Landschaften des Saaletals und den literarischen Bezügen zu Johann Wolfgang von Goethe.

Die Skulptur zeigt einen älteren Mann mit langem Bart und weit fallender Kleidung. Seine linke Hand ist ausdrucksvoll auf Jena gerichtet, während der rechte Arm ursprünglich ein Schwert hielt. Dieses wurde im Laufe der Zeit mehrfach restauriert, ging jedoch später verloren und ist heute nicht mehr vorhanden.

Der Standort oberhalb eines kleinen Teichs verleiht dem Denkmal eine besondere Wirkung. Zusammen mit den Felsformationen im Hintergrund entsteht eine eindrucksvolle und beinahe theatralische Szenerie, die Besucher häufig als Fotomotiv nutzen.

Die Geschichte des Denkmals reicht bis ins Jahr 1877 zurück, als der Künstler Theodor Wolff zunächst eine Ausführung aus Holz schuf. Da diese den Witterungseinflüssen nicht dauerhaft standhielt, entstand zwischen 1891 und 1893 die heutige Steinfigur. Mit ihrer Ausführung wurde der Jenaer Bildhauer Otto Späte beauftragt. Die Initiative für das neue Denkmal ging von Wolf von Tümpling aus, dem Besitzer des Schlosses Thalstein.

 

Der Erlkönig in Jena – Mystik, Geschichte und Natur an der Saale

Wer in Jena unterwegs ist und sich ein wenig abseits der bekannten Wege bewegt, stößt früher oder später auf einen Ort, der gleichermaßen geheimnisvoll wie geschichtsträchtig wirkt: den Erlkönig. Eingebettet zwischen Saale, Felswand und altem Baumbestand steht hier eine steinerne Figur, die seit über einem Jahrhundert die Fantasie von Spaziergängern, Literaturfreunden und Fotografen beflügelt. Der Platz wirkt wie eine Bühne, auf der Natur, Kunst und Legende miteinander verschmelzen – und genau das macht den Erlkönig zu einem der faszinierendsten Kleinode Jenas.

Der Erlkönig in Jena ist eines der bekanntesten und atmosphärischsten Denkmäler der Stadt – tief verwoben mit Goethe, regionalen Sagen und der Landschaft des Saaletals.

Erlkönig Jena

Jena-Ost, Richtung Kunitz
Am Weg „Am Erlkönig“
Teil des Flächennaturdenkmals Tümplingpark (0,6 ha, seit 1990 geschützt)
Station des Saale-Radwanderwegs seit 2004

Die Umgebung ist landschaftlich sehr reizvoll – Teich, Felswand, alte Bäume, Saalenähe.

Koordinaten
50.941666, 11.615475

Die Skulptur wurde mehrfach restauriert, u. a.:

  • 1985/86 – Umgestaltung des Areals
  • 1991 – umfassende Restaurierung
  • 1995 – Reparatur beider Arme
  • 2000 – Ergänzung des rechten Arms
  • 2002 – Reparatur des Daumens
  • 2012 – Aufstellung einer Infotafel

Schloss Burgk

Das Schloss Burgk, das sich an der Saale im Saale-Orla-Kreis befindet, lädt Klein und Groß ein – die Natur, die traumhafte Landschaft des Thüringer Schiefergebirges und Vogtlandes zu erkunden.

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Bismarckturm Jena

Der Bismarckturm Jena thront auf dem 328 Meter hohen Tatzend und wurde 1909 von Jenaer Studenten zu Ehren Otto von Bismarcks erbaut. Anlass war dessen Besuch in Jena im Jahr 1892.

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Trusetaler Wasserfall

Erlebe den Trusetaler Wasserfall – Thüringens Naturhighlight mit 60 m Fallhöhe, 228 Stufen & Rundwanderweg. Ideal für Familien & Naturfreunde.

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Ausflugsziele in Thüringen

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Besuch & Wandertipps

Ein Besuch des Erlkönig eignet sich besonders als Teil einer Wanderung.

Praktische Hinweise:

  • Perfekt erreichbar zu Fuß oder per Rad entlang der Saale

  • Besonders stimmungsvoll bei Nebel oder im Abendlicht

  • Ideal kombinierbar mit einem Besuch von Schloss Thalstein oder einem Spaziergang nach Kunitz (Dornburger Schlösser in Sichtweite)

  • Ideal für Fotografen und Geschichtsinteressierte

Erlkönig Jena

Der Erlkönig Jena

Der Name ist natürlich untrennbar mit Johann Wolfgang von Goethes Ballade „Der Erlkönig“ verbunden. Auch wenn Goethe den Text nicht in Jena verfasste, ist die Region eng mit der Entstehungsgeschichte verknüpft. Die Saaleaue war im 18. Jahrhundert geprägt von dichten Erlenbeständen, feuchten Nebelschwaden und einer Landschaft, die leicht mystische Assoziationen weckte. Viele Literaturhistoriker gehen davon aus, dass genau diese Umgebung den jungen Goethe inspirierte – nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch die Stimmung, die das Saaletal damals ausstrahlte. Der Begriff „Erlkönig“ selbst leitet sich vermutlich vom Wort „Erlenkönig“ ab, was die Verbindung zur Landschaft noch deutlicher macht.

Die heutige Skulptur geht auf den Jenaer Bildhauer Otto Späte zurück und wurde zwischen 1891 und 1893 geschaffen. Sie ersetzte eine ältere Holzfigur, die bereits 1877 von Theodor Wolff errichtet worden war, aber der Witterung nicht lange standhielt. Spätes Steinfigur zeigt den Erlkönig als imposante, fast überlebensgroße Gestalt mit langem Bart, wallendem Gewand und erhobenem Arm. Die Figur wirkt, als wolle sie den Betrachter warnen oder auf etwas Unheilvolles in der Ferne aufmerksam machen. Die dramatische Felswand im Hintergrund verstärkt diesen Eindruck und macht die Szenerie zu einem natürlichen Bühnenbild.

Der Standort selbst ist ein kleines Naturidyll. Das Areal gehört heute zum Flächennaturdenkmal Tümplingpark, einem geschützten Bereich von rund 0,6 Hektar. Ein kleiner Teich, alte Bäume und die Nähe zur Saale schaffen eine Atmosphäre, die je nach Tageszeit völlig unterschiedlich wirken kann: morgens still und feucht, mittags lebendig und sonnendurchflutet, abends geheimnisvoll und schattig. Besonders eindrucksvoll ist der Ort im Herbst oder an nebligen Tagen – dann scheint die Ballade fast greifbar zu werden.

Über die Jahrzehnte hinweg wurde der Erlkönig mehrfach restauriert. Arme, Hände und Details der Figur mussten immer wieder ausgebessert werden, da Wind, Frost und Feuchtigkeit dem Sandstein zusetzen. Die Stadt Jena und verschiedene Initiativen sorgten dafür, dass das Denkmal bis heute erhalten blieb. Seit 2012 informiert eine kleine Tafel über die Geschichte des Ortes und die Verbindung zur Literatur.

Die Jagdanlage Rieseneck, auch bekannt als Herzogstuhl, ist eine historische Jagdanlage im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Für Besucher ist der Erlkönig leicht erreichbar. Er liegt direkt am Weg „Am Erlkönig“ in Jena-Ost, nur wenige Minuten vom Saaleradweg entfernt. Wer eine kleine Wanderung plant, kann den Besuch wunderbar mit einem Spaziergang nach Kunitz oder einem Abstecher zum Schloss Thalstein verbinden. Auch für Fotografen ist der Ort ein Geheimtipp: Die Kombination aus Fels, Wasser, Vegetation und Skulptur bietet unzählige Perspektiven – besonders im weichen Abendlicht.

Der Erlkönig in Jena ist mehr als nur ein Denkmal. Er ist ein Stück regionaler Kulturgeschichte, ein Ort der Ruhe und ein Symbol für die Verbindung von Natur und Dichtung. Wer Jena wirklich kennenlernen möchte, sollte diesen besonderen Platz unbedingt besuchen – am besten mit etwas Zeit, um die Atmosphäre wirken zu lassen.

Weitere spannende Foto-Geschichten findet Ihr in meinem Blog.

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